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Bestellerprinzip

Der Makler kann seine Provision nur vom Vermieter einfordern. Der Mieter ist im Ausnahmefall dann provisionspflichtig, wenn er dem Makler einen schriftlichen Suchauftrag erteilt hat. Gemäß § 3 WoVermittG kann der Makler vom Wohnungssuchenden für die Vermittlung von Wohnungsmietverträgen 2,38 Monatskaltmieten fordern. Mit dem Bestellerprinzip ist nur noch der Vermieter provisionspflichtig. Das Gesetz geht davon aus, dass der Vermieter den Makler beauftragt und es deshalb nicht sachgerecht ist, wenn der Mieter die Provision bezahlen muss. Die Neuregelung betrifft nicht den Verkauf von Immobilien. Von diesem Bestellerprinzip kann auch nicht durch Vereinbarung zwischen Makler und Mieter abgewichen werden. Der Mieter muss die Provision ausnahmsweise dann bezahlen, wenn er dem Makler einen Suchauftrag erteilt hat. Der Suchauftrag muss in Textform erteilt werden. Ein stillschweigender oder mündlicher Auftrag genügt nicht. Textform im Sinne des § 126b BGB bedeutet, dass der Suchauftrag als „lesbare Erklärung, in der die Person des Mieters genannt ist, auf einem dauerhaften Datenträger abgegeben wird (Brief, Auftragsformular). Die eigenhändige Unterschrift des Auftraggebers ist nicht erforderlich. Auch eine E-Mail reicht aus. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Makler nach Eingang des Suchauftrags Angebote von vermietungswilligen Vermietern erst noch einholt. Maßgebend ist allein, dass am Anfang der Suchauftrag des Mieters steht. Dann kann der Makler auch ihm bereits vorliegende Angebote vermitteln.